27. April 2011

#1 Projekt Vienna City Marathon erfolgreich

Nun ja, schnell ist es gegangen und das Ziel finish marathon 2011 hab ich bereits im April beim Erstversuch erfolgreich abgeschlossen. Das erste Mal mehr als 42 km durchgelaufen.

Das war ein Erlebnis. Bis 21 km war alles im grünen Bereich. Als dann die zahlreichen Halbmarathonteilnehmer zum Ziel abgebogen sind, hat das Laufen sehr viel Spass gemacht.

Von der Hofburg über die Ringstrasse am Parlament vorbei; durch den 9ten Bezirk zur Friedensbrücke und wieder retour zum Prater. Naja, bis Kilometer 30 hatte ich mir gedacht: "Wie schlimm kann das den noch werden? Ist ja schon fast vorbei. Also Marathon ist doch ziemlich einfach.

Wie gesagt. Bis Kilometer 30. Kilometer 31: Verdammt, nichts mehr zum Trinken und auch nichts zum essen. Naja, dachte ich mir. Es sind alle 5 Kilometer sowieso Versorgungsstationen und wie lange können schon 5 Kilometer sein?

Nach 31 gelaufenen Kilometer, mein Learning: 5 km sind sehr sehr lange. Hunger, Durst und nix zu bekommen. Ab Kilometer 35 gab es zwar etwas zu essen und trinken. Nur durch die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse konnte sich mein Fokus nun auf meine Beine lenken. Autsch, die Dinger können ja richtig schmerzen nach 35 Kilometer.

Aber gut, eh schon fast vorbei und 7 Kilometer sind ja eh nix. Ja, vielleicht 7 Kilometer laufen und gut ist. Nur 7 Kilometer nach 35 Laufkilometer haben es in sich.

Mit jedem Schritt hat sich der Schmerz von den Fusssohlen, über die Unterschenkel/Schienbeine, zu den Knien, weiter zu den oberschenkel bis in die Hüftgelenke hochgearbeitet.

Aber es ging vorbei. Zielleinlauf in der Hofburg, ein sehr würdiger Rahmen. Roter Teppich, Fotografen, Cheerleader... und am Ende des Feldes hab ich mich gefühlt, wie jene am Anfang des Feldes. Der Grund: Es war im Ziel fast nix los.

Fazit: Vienna City Marathon erfolgreich abgeschlossen in einer Zeit von 4 Stunden und 57 Minuten - und viel Erfahrung dabei gesammelt?

Was nun? Die Leere nach dem Erfolg, der Weg bis zum Marathon beschritten. Ein neues Projekt? Vielleicht nach dem Motto einmal ist kein Mal, wie wäre es mit 10 Marathonzieleinläufen? Oder, darfs ein bischen mehr sein? 100?

Mal sehen. Jetzt geniesse ich Mal meinen Erfolg und das herrliche Gefühl, dass der Schmerz nach 1,5 Wochen Erholung nun verschwunden ist.

13. April 2011

D-Day -3 Tage

Noch 3 Tage dann ist es soweit: Der erste Versuch die Marathondistanz zu laufen. Bin schon gespannt, wie es mir dabei ergehen wird.

23. März 2011

Wien Energie Halbmarathon

Der erste Lauf im Frühjahr. Waren noch vor rund zwölf Monaten Distanzen über 20 km jenseits des glaubhaft erreichbaren, vielmehr im Bereich einer möglichen Zukunft, weniger des täglichen Lauftrainings mit Umfängen von ca. 5-7 km 2-3 mal pro Woche, habe ich am 20.3.2011 den ersten offiziellen Halbmarathon in einer Zeit von 02:00:27 erfolgreich "gefinished". Ein erster Schritt auf dem Weg zur Marathondistanz.

Im April werde ich den ersten Anlauf auf die Marathondistanz starten. Ziel hierbei ist die Distanz von 42,195 Kilometer durchzulaufen, ohne Zeitziel.

13. März 2011

Neuer Meilenstein erreicht

Heute bin ich das erste Mal in meinem Leben 31 km gelaufen, durch den Lainzer Tiergarten. Dabei hatte ich bei dem auf und ab schöne Erinnerungen an die Steiermark und ein bischen gallisches Gefühl, als mir zwei Wildschweine über den Weg gelaufen sind.

Meilenstein: 31 km, 400 Hm rauf und 400 Hm runter

12. März 2011

D-Day - 5 Wochen

Wien Marathon, mit dem Ziel einfach ins Ziel kommen egal wie lange es dauert. Das Training läuft hervorragend. Nach einem tollen Februar in dem ich das erste Mal in meinem Leben mehr als 250 km in Summe lief, gab es Anfang März eine kleine Regenerationspause.

Jetzt, wo das Frühjahr wieder da ist, hab ich richtig Lust und Spass daran, ausgedehnte Morgenläufe zu machen. Derzeit ist meine "Hausroute" Schönbrunn mit 12-15 km wochentags.

Am Sonntag durch den Lainzer Tiergarten mit einer Gesamtdistanz von 25-35 km. Ich glaube, der Wien Marathon kann kommen. Auf jeden Fall geht es morgen wieder in den Lainzer Tiergarten und vielleicht sehe ich dieses Mal ein paar Wildschweine.

22. Februar 2011

Erinnerungen

Eigentlich wollte ich von Kindesbeinen an eines: Laufen. Sehr zum Leidwesen der weiblichen Menschen in meinem Umfeld. Gerne bezeichnete man mich als schlimmes Kind - dabei hatte ich nur einen großen Bewegungsdrang. Ruhig sitzen? Ging meistens nicht und wenn nur dann wenn ich gefesselt von einem spannenden Buch war.

In der Volksschule erkundete ich am Nachhauseweg gerne die Umgebung. "Woarst scho wieda strawanzen?" meinte meine Mutter öfter besorgt und verärgert. Naja, kein Wunder: Schulende 12.00 Uhr - Eintreffen zu Hause: 15:00 Uhr.

So ging es dahin. Gerne denke ich an die samstäglichen Lokalbesuche mit Freunden. "Christian, wir fahren dann. Kommst mit? Nö, ich bleib noch ein bischen. Bin grade so am plaudern." Leider gab es damals am Land kaum öffentliche Verkehrsmittel - schon gar nicht nach 1.00 Uhr morgens. Also was tun? Geld für Taxi? Hatte ich meistens nicht und auch keinen Überziehungsrahmen bei der Bank.

Also auf schusters Rappen nach Hause. Was bedeutete 15-20 km. Meistens dauerte es 2-3 Stunden und ich traf irgendwann gegen 4.00 Uhr morgens zu Hause ein. Gerne denke ich auch an die Hüttenparty im Frühwinter zurück. Irgendwie war es mir um Mitternacht langweilig. Der eine Teil der Partygäste ziemlich betrunken, der andere Teil - naja - anderweitig beschäftigt.

Als kommunikativer Mensch, was tun? Richtig: Nach Hause gehen. Der Hinweg dauerte ca. 1 Stunde - mit dem Auto. Der Nachhauseweg ca. 6 Stunden - zu Fuss. Irgendwo von 1.800 Höhenmeter runter auf 800.

In meinen 20igern habe ich mich entschied BWL zu studieren und mich in Studentenorganisationen zu engagieren. Sport war damals weniger ein Thema. Als sehr zielorientierter Mensch habe ich mich nach dem Studium voll und ganz auf das Thema Karriereentwicklung konzentriert. Das Ergebnis: Gewichtshöchststand von 105 kg (und davon vermutlich weniger als 10% Muskelmasse) zu meinem 30igten Geburtstag.

Das war Grund genug meinen Lebensstil zu ändern. Zu Beginn war es die Begeisterung für asiatische Kampfkünste. Zur Zeit entdecke ich gerade wieder die Freude am Wandern bzw. Laufen in der Natur und möchte für mich herausfinden wohin mich dieser Weg führt und vor allem: Wo liegen meine Grenzen tatsächlich?

20. Februar 2011

Meilenstein erreicht D-Day: -7 Wochen 6 Tage

Heute habe ich für mich einen weiteren Meilenstein erreicht: 28 km durchgelaufen. Gegangen bin ich die Distanz schon öfter - gelaufen bisher noch nie. Das Gefühl danach war toll: ausgeglichen, entspannt, glücklich.

Ich will diese Gewohnheiten - Laufen - weiter in mein Leben integrieren und mich darauf fokussieren.

Jetzt bin ich wieder zuversichtlich mein Ziel am 17. April 2011 42,195 km zu laufen auch zu schaffen.

Das Zwischenziel für nächsten Sonntag: Die 30 km-Grenze zu knacken.