24. Oktober 2011

LCC Herbstmarathon

Gleich vorweg: Keine neue persönliche Bestzeit. Den Umständen entsprechend bin ich zufrieden. Berufliche eine intensive Zeit, in den Wochen vor dem Lauf verkühlt und entsprechend reduzierter Trainingseinsatz. Dazu noch ein kleiner Trainingsunfall auf dem Laufband, der für eine Woche meinen Rücken ausser Gefecht setzte.

Für das Laufveranstaltungsjahr 1 bin ich sehr zufrieden. Noch zu Beginn des Jahres konnte ich mir kaum vorstellen Distanzen von 21,1 km - 42,2 km zu Laufen. Inzwischen wurde das zu einem Teil meiner Realität.

Also weitertrainieren und die Ziele langsam höher setzen.

19. September 2011

#2: Wachaumarathon - Simply HOT

Kurz gefasst: Obwohl ich mein Ziel für 2011 "Marathon beenden" bereits im April 2011 erreicht hatte, konnte ich es nicht lassen nocheinmal anzutreten. Ob der schönen Gegend hatte ich den Wachaumarathon ins Auge gefasst, angemeldet, gestartet und gelernt.

Das wohl wichtigste Learning: 4 Stunden Anreisezeit vor dem Start sind eine Zusatzanstrengung die die Energiereserven fordert. Die kleineren Learnings waren wohl selbstverständlich: ausreichend vorbereiten, Hitze find ich nicht so toll etc.

Dementsprechend war auch das Ergebnis: 5 Stunden und 13 Minuten. Jedoch, gefinished und damit der zweite Schritt bei meinem großen Projekt 100 Marathonläufe zu beenden. Die Zeit ist hierbei nebensächlich und ich gehe davon aus, dass sich im Laufe der Entwicklung am Weg zum Ziel auch automatisch die Zeiten verbessern werden.

Wer weiß, vielleicht auch mal unter 3:00 Stunden.... aber das ist vorerst nur ein Traum.

23. August 2011

Kärnten läuft 2011 - Learnings

2011 - Viele Ziele erreicht: Erster Halbmarathon und erster Marathon. Vom persönlichen Erfolg motiviert plante ich mein nächstes Projekt:

Kärnten läuft - Ziel: Halbmarathon < 2:00.

Nachdem bereits im Februar mit wenig Vorlaufzeit eine für mich traumhafte Halbmarathonzeit von 2 Stunden erreicht war, musste es doch mit dem zusätzlichen Trainingsfortschritt seit Februar machbar sein, einen Halbmarathon unter 2 Stunden zu Laufen.

Motiviert stand ich am Start und dachte noch: Alles kein Thema, wird schon werden. Um zusätzlich mein Ziel im Auge zu behalten, reihte ich mich zwischen den Pacemakern von 2:00 Stunden und 1:50 ein. Solange ich den ersten hinter mir weiß und den zweiten vor mir sehe, kann ja nichts schief gehen.

Noch hatte ich den Gedanken: Sollte es bei ca. 10 km gut laufen, könnte ich mich auch auf 1:40 vorarbeiten probieren.

Gesagt getan: Startschuss - alles Bestens... und dann wurde es richtig HEISS. Für mich zumindest. Temperaturen irgendwo zwischen 28-35 Grad je nach Sonne oder Schatten. Das Ergebnis: 2:17 Stunden.

Weit entfernt also vom angepeilten Ziel < 2:00. Ein Desaster? Wie soll das Event bewertet werden, wo doch die Zielsetzung auf dem ersten Blick klar verfehlt wurde? Oder waren vielleicht würdigungswerte Momente enthalten:

Zum ersten habe ich in meiner beruflichen Laufbahn beim retrospektiven Monitoring gelernt, dass verfehlte Ziele eine wichtige Lernressource sind für die Planung der weiteren Schritte und selbst im augenscheinlich Misserfolg sehr oft kleine Erfolge versteckt sind. Also schau ich mir das Ganze mal an:

Erste Würdigung: Die Temperatur:

Noch 2010 folgte ich brav dem Rat: Bei Temperaturen über 25 Grad am besten gar nicht bewegen. Am 21.8.2011 habe ich mich bei Temperaturen jenseits der 30 Grad 21,1 km am Stück bewegt. Ein Sieg somit über meinen persönlichen Glaubenssatz - der damit ausgelöscht wurde. Wie das gesundheitlich zu sehen ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Zweite Würdigung: Zwischenzeit 5 km:

Meine persönlichen GPS-Aufzeichnungen haben gezeigt, dass die5-km-Durchgangszeit bei rund 27:44 Minuten gelegen ist. So schnell bin ich bisher noch nicht gelaufen. Bei Temperaturen knapp um die 30 Grad also ein Schnitt von 05:37 und das bei den üblicherweise beengten Startbedingungen im hinteren Teil des Starterfeldes.

Dritte Würdigung: Zwischenzeit 9 km:

Laut der offiziellen Pentek-Zeitnehmung war meine Durchgangszeit bei Kilometer 9 51:59 Minuten. Hochgerechnet wäre das eine 10 Kilometerzeit von rund 57,45 Minuten. Bin ich bisher auch noch nie gelaufen.

Das waren bei diesem Lauf drei Teilerfolge, trotz der hohen Temperaturen. Drei Meilensteine erreicht, obwohl das ursprünglich gesetzte persönliche Ziel auf den ersten Blick verfehlt wurde.

Das gibt Hoffnung und stärkt meinen Glauben, dass ich das Teilziel Halbmarathon in unter zwei Stunden auf dem Weg zum großen Ziel (100 Marathon) im Herbst bei gemässigteren Temperaturen erreichen kann.

15. August 2011

Wien - Mariazell erfolgreich

Am Samstag abend habe ich mein Projekt "Fussmarsch von Wien nach Mariazell" erfolgreich abgeschlossen. In Summe waren es drei Tagesetappen. Mein Hauptziel habe ich erreicht, die beiden Unterziele die Strecke Wien - Mariazell in 1-2 Tagesetappen zu absolvieren jedoch verfehlt.

Gegenüber dem ersten Fussmarsch im Jahr 2008 konnte ich jedoch meine Leistung um 2 Tagesetappen verbessern. Damals waren noch 5 Etappen notwendig, um diese Strecke zu bewältigen. Worin liegen nun die Ursachen und Learnings, die die beiden Unterziele bei zukünftigen Projekten errreichbar machen.

Zum einen das Gepäck: In Summe hatte ich 15 kg Gepäck zu tragen. Enthalten waren neben Provianten auch Schlafsack, Unterlegsmatte, 3 Garnituren Ersatzkleidung, 2 Bücher, Reserveschuhe, Taschenlampen, Batterien, Regenkleidung, Toilettartikel und noch ein paar Kleinigkeiten.

Es hat sich gezeigt, dass ich das meiste nicht benötigt hatte. Zwar habe ich den Trainingseffekt geschätzt, zur Verbesserung der Zeit besteht hier Optimierungspotenzial: Notwendig wäre: Getränke (1 Liter statt 4-5 Liter) da am Weg ausreichend Möglichkeit besteht Vorräte aufzufüllen. Dazu Regenkleidung, da das Wetter sehr wechselhaft sein kann. Abgerundet wird das ganze durch 1 Garnitur Reservekleidung und Toilettartikel. Bei einer Übernachtung ist es schön, sich abends frische Kleidung anziehen zu können.

Durch die Reduktion des Materials, kann das ganze in einen kleineren Rucksack verpackt werden. So meine ich, dass statt 15 kg Gepäck nur 4 kg Gepäck zu tragen sind.

Zum anderen äußere Umstände: Das Wetter, dass der Jahreszeit entsprechend untertags sommerliche Temperaturen mit sich brachte.

Zum Dritten: Die Schuhe. Ich hatte diesmal für das vorhaben ein Paar Bergschuhe und ein Paar Flip Flops eingepackt. Die Flip Flops waren abends sehr angenehmen und die Bergschuhe in den Bergen hervorragend. Da die Strecke zu rund 40% über asphaltierte Strassen führte, hatte ich auf diesen mit Bergschuhen meine Herausforderungen. Es bleibt die Frage, ob es für dieses Vorhaben eine gute Kombination gibt: Schuhe die sowohl auf Asphalt für ein mehr an Dämpfung sorgen und auch im gebirgigen Gelände ausreichend Halt bieten.


24. Juli 2011

Zwischenprojekt - Wien - Mariazell

Es gibt ja Menschen, die schaffen es scheinbar mühelos 100-160 Kilometer am Stück zu laufen. Nachdem ich erst vor kurzem mit gezieltem Lauftraining, neben meinen vielfältigen beruflichen Verpflichtungen gestartet habe, wäre wohl das Ziel 100-160 Kilometer im Lauftempo zu bewältigen wohl zur Zeit zu hoch gegriffen.

Zumindest fühlt sich alleine das Nachdenken darüber nicht so an, als würde mein Körper und Geist in Jubelschreie, über ein derartiges Vorhaben ausbrechen. Nun gut: Wenn nicht Laufen wie wäre dann mal ein "Trockentraining": 120 Kilometer gehen in 1-2 Tagesetappen? Wie fühlt sich das an?

Im Jahr 2008 habe ich ohne große Vorbereitung die Strecke Wien-Mariazell in 3 Tagesetappen zurückgelegt. Dabei war die längste Etappe rund 50 Kilometer. Damals habe ich viel dazugelert und natürlich aus den Fehlern: Vor allem zuviel Equipment: Mit der Ausrüstung hätte ich gut und gerne 3 Wochen in den Bergen verbringen können.

Mit weniger Equipment und ausreichend Ruhephasen im Vorfeld des Projektes sollte es wohl möglich machen diese Distanz in 1-2 Tagesetappen zu gehen. Also:

Hauptziel: Projekt 2008 Wien - Mariazell in der Zeit vom 9.-11. August wiederholen.
Zweiter Endpunkt: Die Strecke Wien - Mariazell in 2 Tagesetappen
Dritter Endpunkt: Die Strecke Wien - Mariazell in 1 Tagesetappe (sprich am Stück)

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10. Juli 2011

Grosse Ziele - kleine Ziele - erste Schritte

Heute hatte ich einen herrlichen Lauf vom 5. Bezirk in Wien bis zum Lainzer Tiergarten. Es gibt mir ein tolles Gefühl, im Sommer durch Städte, Wälder und auf Berge zu laufen. Das einzige Thema, dass ich hatte war die Temperatur. Bereits am späten Vormittag hatte es um die 30 Grad, was nach meinem Geschmack für mich zur Zeit etwas zu heiß ist. Deswegen hab ich mich entschieden um 11 Uhr den Lauf nach rund 12 km abzubrechen.

Mein großes Ziel ist es 100 Läufe über 42,195 km (oder mehr) zu beenden. Im Grunde meines Herzens bin ich ein Genussläufer und möchte daher diese Läufe an für mich interessanten Plätzen auf der Erde umsetzen. Städte beispielsweise oder Läufe querfeldein durch die Natur.

Was kann ich als nächstes tun, um diesem großen Ziel einen kleinen Schritt näher zu kommen?  Ich glaube, dass es für mich wichtig ist in den nächsten Wochen langsame Läufe zwischen 10-35 Kilometer im Freien zu planen. Damit dies neben meinen beruflichen Aktivitäten und den sommerlichen Temperatur umsetzbar ist, werde ich diese Läufe in der Zeit von 6-10 Uhr vormittags planen. Einerseits sind die Temperaturen im Sommer noch  nicht so hoch, andrerseits bleibt im Anschluss genug Zeit für berufliche Termine und Aktivitäten.

Der nächste logische Schritt auf meinem Weg zu meinem großen Ziel ist damit auch einfach greifbar: Ich werde Abends früh zu Bett gehen und kann damit morgens leicht aufstehen. Somit ist es mir leicht möglich gegen 6 Uhr-6.30 Uhr loszulaufen und 3-4 Läufe zu je 15 km und 1 Lauf zwischen 30-35 km problemlos pro Woche durchführen.

3. Juli 2011

Neues Projekt

Wien Marathon Rückblende

Zieleinlauf - VCM 2011
Was für ein tolles Gefühl. Zwei Monate ist es her, dass ich beim Vienna City Marathon nach 4:57 über den roten Teppich vor der Hofburg bei strahlendem Sonnenschein ins Ziel lief.

Als ich im Sommer 2010 gezielt mit der Vorbereitung auf den Marathon began, hatte ich dieses Ziel vor Augen. Manchmal, als in der Vorbereitung Hürden auftraten, hatte ich kleine Zweifel. Doch regelmäßig konnte ich mich wieder auf mein Ziel fokussieren: Marathon 2011 finished.

Das gesteckte Ziel erreicht. Was nun? Lange hab ich in den letzten beiden Monaten überlegt, welches Ziel ich mir jetzt vornehme. Weiterlaufen? Eine Weiterbildung? Oder etwas ganz anderes? Trotz aller Schmerzen am Ende, war der Vienna City Marathon eines der tollsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens. Es hat Spass gemacht, war herausfordernd und über die gesamte Distanz von 42,195 hatte ich über die gesamte Strecke ein noch nie erlebtes Hochgefühl. Damit hat sich das nächste große Ziel im sportlichen Bereich herauskristallisiert:

100 offizielle Läufe >42,195 km finished

Nach dem tollen Erlebnis beim Wien-Marathon, werde ich bis zu meinem 45ten Geburtstag 100 Marathonläufe gefinished haben. Ja, genau das ist eine realistische Variante. Nun gut, die ambitionierte Variante davon wäre: Bis zu meinem 40ten Geburtstag werde ich 100 Marathonläufe gefinished haben. Beide zusammengenommen ergeben den Zielrahmen. Die pessimistische Variante davon wäre: Bis zu meinem 55 Geburtstag werde ich 100 Marathonläufe gefinished haben.

Zwischen meinem 40ten und 55ten Geburtstag werde ich in Summe 100 offizielle Marathonläufe gefinished haben.

Die Vorgehensmodelle bei privaten sportlichen Zielen für Zielplanungen sind eben dieselben, wie ich sie tagtäglich in meiner beruflichen Praxis als Finanzleiter anwende. Klar messbar, 2-3 Varianten von pessimistisch über realistisch bishin zu optimistisch. Danach das Finetuning mittels Visualisierungstools und danach die Festlegung der ersten Schritte.

Die große Frage nach dem WARUM?

Was ist der Grund wieso ich das mache? Ganz einfach: Weil ich daran glaube es zu können, weil es mir Spass macht und ich wissen will, wo meine persönliche Leistungsgrenze liegt.

Erste Schritte auf dem Weg zum langfristigen Ziel.

Als ersten Schritt werde ich im Juli mein Trainingspensum moderat ausweiten. Im ersten Halbjahr bin ich monatlich zwischen 250-260 Kilometer gelaufen. Da ist es machbar, dass ich im Juli die 270 Trainingskilometer im Monat anpeile.

Auf dem Wettbewerbssektor werde ich im August am Kärnten läuft Halbmarathon teilnehmen und im September die Nummer 2 auf meiner Marathonliste ausprobieren: Der Wachaumarathon im September.

Damit ist das Programm für die nächsten 3 Monate fixiert und jetzt geht es an die Umsetzung. Also erstmal raus zumTrainingslauf.