30. Dezember 2012

1 Jahr - 12 Monate - 12 Stationen

Gedankensplitter und Impressionen zu meinem Laufjahr 2012.

1. Station: Jänner

Christian Soschner
Jänner in Wien
Das Jahr war jung - die Vorsätze groß. Hoffnungsvoll startete ich mein Laufjahr 2012. Was werde ich erreichen? Wo werde ich in 12 Monaten stehen? Große Ziele hatte ich mir gesteckt und dennoch: Die Zukunft liegt im Verborgenen. Zu tun bleibt einen Schritt nach dem anderen zu setzen. Im Jänner das erste Laufevent. Das erste Mal ein Halbmarathon unter zwei Stunden. Am Monatsende stand der Kilometerzähler bei 252.




2. Station: Februar

Weiter gings. Der Februar - kalt und eisig. Also ab ins Fitnessstudio aufs Laufband. Am Ende ein Halbmarathon mit einem weiteren persönlichen Rekord. 1:56. Am Monatsende 512 Kilometer erlaufen.

3. Station: März

Christian Soschner
Frühlingsenergie
Langsam meldete sich der Frühling und brachte neue Energie. In Wien die Zeit des Wien Energie Halbmarathon. Ein schönes Erlebnis ohne persönlichen Rekord. Tachometerstand: 813.

4. Station: April

April, April - der macht was er will. Er brachte am Tag des Wienmarathons kühles, regnerisches Wetter. Nach einem halben Jahr mein erster Marathon und eine neue persönliche Bestleistung: 4:22 für die Marathondistanz. Wow, was für eine Verbesserung - von 4:57 auf 4:22. Tachometerstand: 1085.

5. Station: Mai

Christian Soschner
Erster 6 Stundenlauf
Alles wuchs, blühte und gedeihte. So auch meine Träume. Nach dem Marathon ist vor dem Marathon und wieso nicht einen Monat später wieder einen Marathon laufen? Nur wo? Gelegenheit gab es bei einem 6 Stundenlauf im Wiener Prater. Bei sommerlich heißen Temperaturen 6 Stunden im Kreis. Kein Drehwurm - 6 Stunden und 50 Kilometer später wars vorbei. .1.428 Kilometer per Ende Mai.
Christian Soschner
6. Station: Juni

Was kommt nach 50 Kilometer? 51,52,53,54 Kilometer. Also auf nach Salzburg zum Mozart 100. 100 Kilometer schienen mir noch zuviel aber 54 Kilometer: Warum nicht? Ein wunderschöner Lauf in einer idyllischen Landschaft. Von Salzburg zum Fuschler See und wieder zurück. Fuschl bekannt wegen Red Bull. Knapp 7 Stunden später glücklich im Ziel. Halbjahresstand: 1.780 Kilometer

7. Station: Juli

Christian Soschner
Die steirische Sommernacht
Nach dem Urlaub voller Energie. Auf zum nächsten Lauf. Diesmal zum Sommernachtlauf in Lang-Lebring. Regen, Regen und nochmals Regen. Findet der Lauf statt? Zahlt es sich aus hinzufahren? Start und eine Stunde später: Kein Regen sondern Sonne. Wolken und Sonne ergaben meinen wohl schönsten Sonnenuntergang des Jahres 2012. Laufen bringt neben tollen Gefühlen dank erreichter Ziele auch viel Kontakt zu anderen Menschen und der Natur. Es war ein besonderes Erlebnis mit rund 50 anderen Läufern diese Abendstimmung zu genießen. 2.054 Kilometer bisher gelaufen.

8. Station: August

Christian Soschner
München
Sommer ists und mein Geburtstagsmonat. Pack die Badehose ein und auf nach Kärnten. Zum Baden? Ja und zu Kärnten läuft. Ein Halbmarathon von Velden nach Klagenfurt. Es war heiß - sehr heiß und dennoch. Nach 2 Stunden im Ziel. Erlaufen in 2012 per Ende August: 2.229 Kilometer

9. Station: September

Nochmal einen Wachaumarathon oder doch einen 6-Stunden-Lauf. Die Entscheidung: 6-Stunden-Lauf in München und danach zum Chill-Out in die Therme Erding. Wieder mal ein Marathon. Marathon Nummer 7 abgeschlossen. Kilometerstand: 2.529

10. Station: Oktober

Kürzer werden die Tage. Der Sommer vorbei, bleibt noch Herbst und Winter. Im Herbst: der LCC-Wien-Herbstmarathon. 4 Stunden und 15 Minuten später Marathon Nummer 8 ist Geschichte. Am Kilometerzähler: 2.864

11. Station: November

Christian Soschner
Trailrunning in Radkersburg
Kalt, nass und neblig. Es fehlt die Sonne. Daher ab nach Radkersburg. Christian Schiester lud zu den Trailrunningtagen. Eine gute Gelgenheit alte Bekannte, Freunde wiederzusehen, neue Menschen kennenzulernen und gemeinsam ein paar Kilometer in den Murauen zu laufen.

Zu Ehren des Wiener Landesheiligen der Leopoldilauf. Ein weiterer Halbmarathon und eine neue Bestleistung für mich mit 1:56 Stunden. Am Tacho: 3.043 Kilometer

12. Station: Dezember

Christian Soschner
Der Marathon der keiner war...
Es weihnachtet sehr. Laufen von Adventmarkt zu Adventmarkt und dann zu einem Marathon in die Wiener Messehallen. Der Marathon der dann doch keiner war. Die Strecke: Zu kurz. Und dennoch das erste Mal bei einem Marathonlauf der Gedanke: 3:38 Stunden als Zielzeit ist möglicherweise schaffbar. Ein schöner Gedanke und den nehm ich mir mit nach 2013. Wars ein Marathon oder keiner? Es waren keine 42,195 Kilometer aber dennoch eine olympische Marathondistanz von 40,5 Kilometer. Olympisch anno 1896. Also Marathon Nummer 9 abgeschlossen.

1 Jahr - 12 Monate - 12 Erfahrungen. Viele Ziele erreicht, manche knapp verfehlt. Viele kleine Schritte in meine Zielrichtung. Was bleibt sind viele schöne Erinnerungen und Emotionen an Erlebnisse bei Läufen, Erlebnisse mit anderen Menschen. Die schönsten Erinnerungen hab ich mir mitgenommen - die weniger schönen: Gabs denn welche? Wenn ja, schon vergessen.

1 Jahr - 12 Monate - 12 Stationen.




22. Dezember 2012

Marathon #9: 1. Indoor-Marathon

Christian Soschner
Marathon #9
Eine Woche ist nun vergangen seit dem Experiment Indoor-Marathon. Es war ein schönes Gefühl über die Ziellinie zu laufen und auf der Stoppuhr eine Finisher Zeit knapp über vier Stunden zu sehen. Ein schönes Gefühl - einen Tag lang... Wie kam es dazu?

Zwei Jahre habe ich nun Energie in das Projekt 100 Läufe über die Marathondistanz zu finishen investiert. Im Dezember bot sich die Gelegenheit nochmals in Wien einen Marathonlauf zu absolvieren. Diesmal wurde dieses Event in den Wiener Messehallen organisiert. Richtig! Ein Marathonlauf in den Messehallen.

Der Veranstalter hatte die Hallen A und B gemietet und darin eine Laufrunde von rund 2,6 km abgesteckt. 16 Runden waren zu Laufen. 16*2,637 km ergäbe rechnerisch 42,195 km. Eine neue Idee und ich war sofort Feuer und Flamme dafür. Wieviele Menschen hatten wohl schon mal einen Marathon in den Wiener Messehallen gelaufen? Wohl niemand. Es war für mich eine Gelegenheit Neuland zu betreten.

Christian Soschner
Vor dem Start
Am 15.12.2012 um 12.00 Uhr standen rund 200 Läufer am Start. Wow, dachte ich, dass ist zur Abwechslung mal wenig los. Kein Gedränge am Start - einfach herrlich. Pünktlich ging es los und sofort war klar - hier kann ich mich so richtig austoben. Die Menge von 200 Läufern verteilte sich rasch über die ganze Strecke und so hatten auch langsamere Teilnehmer die Möglichkeit ein konstantes Tempo zu laufen. Ein absoluter Pluspunkt dieser Veranstaltung.

Ein weiterer Engpass bei meinen bisherigen Marathonerfahrungen waren regelmäßig die Versorgungsstationen. Auch hier konnte die Veranstaltung punkten: Dank der geringen Teilnehmerzahl gab es bei keiner Runde ein Gedränge. Der Zeitverlust dadurch minimal.

In den ersten Runden lies ich mich vom hohen Tempo des Feldes mitnehmen und hatte bereits nach 1:48:23 die erste Hälfte hinter mich gebracht. Wow - was für ein hebendes Gefühl: Ein Halbmarathon hinter mir und die Uhr zeigt 1:48:23. Absolute bisherige persönliche Bestleistung und ich fühlte mich noch fit und frisch. Wenn das hier so gut geht könnte möglicherweise erstmals für mich eine Zeit von unter 4 Stunden realisierbar sein.

Positiv gestimmt ging ich in die zweite Hälfte. In der Runde 15 zeigte sich jedoch, dass ich für das hohe persönliche Anfangstempo Tribut zollen musste: Die Energie lies nach, die Luft war draussen. Dennoch: Die Ziellinie überquerte ich nach 4 Stunden 1 Minute und 58 Sekunden. Eine Verbesserung meiner bisherigen Bestzeit um fast 15 Minuten. Ich fühlte mich überglücklich. Mein erster Indoormarathon gefinished. Dabei meine Halbmarathonbestzeit signifikant verbessert und am Ende auch meine Marathonzeit. Was für ein Gefühl das Jahr 2012 mit diesem Erfolgserlebnis zu beenden.... Einen Tag lang.

Christian Soschner
Zieleinlauf nach 04:01:58
Am nächsten Tag kam dann die Ernüchterung durch die Pressemitteilungen. Leider hatte sich der Veranstalter bei der Streckenlänge etwas verrechnet. Anfangs war es unklar um wieviel. Naja, dachte ich - wars halt um 100-200 Meter zu kurz, was solls. Einen weiteren Tag später wurde seitens des Veranstalters bekanntgegeben das die Strecke leider pro Runde um 110 Meter zu kurz war. Bei 16 Runden also um 1,7 Kilometer.

Naja - dabei muss man bedenken, dass der Veranstalter ein Wiener Unternehmen ist und derartige Rechenfehler zur Wiener Unternehmerkultur zählen. Man denke an das Projekt Skylink, den Wiener Hauptbahnhof, das Wiener Stadthallenbad und nun auch der Wiener Indoormarathon. Wien ist eben anders!

Dennoch es war ein 40,5 Kilometerlauf - und zu Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit auch die damalige olympische Marathondistanz. Somit wars ein Marathon - ein typischer Wiener Marathon. Alleine das Gefühl einen Tag lang Halbmarathonzeiten von unter 1:50 und eine Marathonzeit von 4:01 gelaufen zu haben war die Teilnahme wert. Das gibt mir Auftrieb für die Laufprojekte 2013.




24. Oktober 2012

Marathon No. 8: LCC-Wien Herbstmarathon

Die Tage werden kürzer, der Winter naht. In weit vergangenen Jahren war das sehr oft der Auslöser für gemütliche Heimabende und abendliche Networkingevents. Entsprechender Lebensstil inklusive. Mittlerweile habe ich während meines Marathonprojektes dieses Paradigma über Bord geworfen. Wetter und berufliche Verpflichtungen hin oder her - es gibt immer eine Gelegenheit Sport zu treiben. Der eigenen Gesundheit und beruflichen Leistungsfähigkeit willen.

In diesem Sinne habe ich auch den Oktober genutzt, um an meinem Marathonprojekt weiterzuarbeiten. Gelegenheit dazu bot diesmal der LCC-Wien mit der Organisation des Wiener Herbstmarathons. Jährlich Ende Oktober veranstaltet der Laufverein dieses Event im Wiener Prater. Teilnehmer haben die Möglichkeit an einem 7 Kilometerlauf, Halbmarathon oder Marathon teilzunehmen. Je nach Entscheidung sind 1-6 Runden in Wiens grüner Oase zu absolvieren.

In Österreich zeichnet der Herbst manchmal durch wechselhaftes Wetter aus. Mal Sonne, mal Nebel, mal Regen. So auch am Marathonwochenende. Bis zum Sonntag hoffte ich auf schönes Wetter. Österreichs Wetterfrösche lieferten auch ausreichend Grundlage dafür. In der Vorhersage war von Morgennebel und Sonne im Laufe des Tages die Rede. Die Wetterverhältnisse am Tag vor dem Marathon waren auch dementsprechend. Morgens Nebel, strahlender Sonnenschein ab Mittag.

Sonntag Morgens - Nebel und Temperaturen unter 10 Grad Celsius. Lange stellte ich mir die Frage nach der richtigen Kleidung. Eher kurz auf Sonne hoffend oder lang mit kühlem Wetter rechnend. Ich entschied mich für die Variante kurz schönes Wetter erwartend und fuhr so zum Start des Marathons.

Um 10.00 Uhr vormittags ging es los - optimales Laufwetter an sich mit Temperaturen an die 10 Grad zum Start. So schaffte ich die erste Hälfte des Marathons in 1 Stunde und 57 Minuten zu laufen. Für mich knapp 1 Minute über meiner bisherigen Halbmarathonbestzeit. Das Schöne war: Ich hatte noch Energie und meine Beine fühlten sich gut an. Drei Runden waren gelaufen. Die Runde 4 - Kilometer 21-28 - verlief ähnlich gut wie die ersten drei. An dieser Stelle nahm ich etwas Tempo raus, um für die letzten Kilometer noch ausreichend Reserven zu haben.

Die Runde 5 (Kilometer 28-35) war für mich die Stunde der Wahrheit. Kommt die Sonne oder kommt sie nicht? Sie kam nicht. Das Wetter blieb kalt, nebelig und nass. Nach drei Stunden Laufen machte sich die Kälte auch langsam in meinem Körper bemerkbar. Am Ende der fünften Runde - nach ca. 3 Stunden 20 Minuten - die Erkenntnis: Mir ist kalt - von Kopf bis Fuss - und noch eine Runde zu laufen.

Das erste Mal bei einem Lauf waren tatsächlich kühle Temperaturen ein Thema für mich. Was für mich bis zur Halbmarathondistanz als angenehm empfunden wurde ist nach 3,5 Stunden gänzlich anders. Dementsprechend bereute ich an dieser Stelle meine Kleidungswahl. Diesen Gedanken lies ich allerdings nicht viel Raum. Die einzige relevante Frage: Trau ich mir zu auch noch die letzte Runde (7 Kilometer) zu laufen, ohne ernstzunehmende gesundheitliche Schäden in Kauf zu nehmen - oder will ich hier abbrechen.

Mein bisheriges Credo war: Anmelden - starten - finishen. Zeitziele sind sekundär. So entschied ich mich anstatt zur U-Bahn zu laufen auch die letzte Runde in Angriff zu nehmen. Es war nass. Es war kalt. Es war eine neue Erfahrung für mich. Genug Energie hatte ich, jedoch unter der Kälte fing meine Muskulatur nach und nach an zu streiken. So hatte ich eine sehr spannende letzte Runde - teilweise laufend, teilweise gehend.

Am Ende konnte ich mich dennoch über eine neue Bestleistung mit 4 Stunden 15 Minuten und 11 Sekunden freuen. Auch hatte ich die Erfahrung gewonnen, meine Kleidung in Zukunft eher verhalten optimistisch als zu optimistisch zu wählen. Das Schöne daran: Aus diesen Erkenntnissen weiß ich, wo genau ich beim nächsten Marathon zur Leistungsverbesserung ansetzen kann - und der kommt im Dezember beim 1. Indoor-Marathon am wiener Messegelände.


18. Oktober 2012

Eat and Run


Seit Beginn meiner Laufambitionen in 2010 habe ich zahlreiche Bücher gelesen zu diesem Themenkreis. Bücher über Halbmarathonläufe, Marathonläufe, Bücher über Trainingspläne oder Erzählungen von Ultraläufern wie Dean Karnazes, Christian Schiester und Lisa Tamati.

Eine aktuelle Neuerscheinung aus der Kategorie Ultraläufer wurde von Scott Jurek verfasst, einem der erfolgreichsten US-amerikanischen Weitstreckenläufer.

Eat and Run - der Titel ist Program von der ersten bis zur letzten Seite. Scott Jurek betont gleich zu Beginn seine vegetarische Lebensweise. Mehr noch - im Laufe seiner Ultralaufkarriere hat er sich von vegetarischer Ernährung zu veganer Lebensweise weiterentwickelt. Sprich: Er verzichtet zur Gänze auf tierische Produkte und deckt seinen Nährstoffbedarf ausschließlich mit Produkten aus der pflanzlichen Welt.

Neben lustigen und spannenden Anekdoten hat er zwischen den Buchkapiteln zahlreiche vegane Rezepte eingestreut. So erklärt er nicht nur theoretisch Vorteile und Herausforderungen bei einer veganen Lebensweise als Ultraläufer, sondern liefert auch zahlreiche leicht umsetzbare praktische Kochbeispiele.

Darüberhinaus beschreibt er vor allem auch mentale Aspekte bei Ultraläufen und legt seinen persönlichen mentalen Problemlösungszyklus im Buch plakativ offen. Ich denke, seine Erfolge sprechen für sich und damit für jeden Läufer mit Marathonambitionen oder darüberhinaus neben der theoretischen Literatur ein exzellentes Lesebeispiel aus der Praktikersicht.


6. Oktober 2012

Laufen für den guten Zweck

Laufen macht Spass und hilft in vielen Lebenslagen. Viel zu oft vergisst man, dass das höchste Gut im Leben der Erhalt der Gesundheit ist. Manchmal merkt man erst was man hat, wenn man die Gesundheit verliert. Manchmal schlägt das Schicksal einfach unerwartet zu: Diagnose: Krebs.

Dank der medizinischen Forschung ist heute vieles heilbar, was noch vor Jahren undenkbar war. Damit in Zukunft noch viel mehr Krankheitsbilder behandelt werden können, ist es wichtig, dass die besten Köpfe auch genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben.

Die Initiative Krebsforschung veranstaltet jedes Jahr einen Krebsforschungslauf im "Alten AKH" in Wien. Da ich gerne laufe, nutzte ich die Gelegenheit die erlaufenen Kilometer der Initiative Krebsforschung zu widmen. Auf einem Rundkurs von 850 m konnte man 4 Stunden lang am Gelände des "Alten AKH" laufen. Jede Runde zählte und wurde von Sponsoren mit EUR 5,- vergoldet. EUR 5,- die der Krebsforschung zu gute kommen.

Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit so mehr Aufmerksamkeit und Mittel für die Forschung gegen Krebs zu erwecken. Diesmal wurde ich von einem meiner Coachingkunden begleitet, was mir zusätzlich Spass gemacht hat. Aus der ursprünglichen Zielsetzung einfach ein paar Runden zu laufen, wurden am Ende ganze 27 Runden. Dies bedeutete für meinen Coachee eine neue persönliche Bestleistung und eine Steigerung von vorher maximal 10 Kilometer auf 23 Kilometer. Die Freude und Überraschung war am Ende groß wie einfach das eigentlich war. Nebenbei wurden dabei noch EUR 135,- verdient.

Nach rund 2,5 Stunden war ich dann wieder alleine unterwegs und hatte auch Gelgenheit auf kurze interessante Gespräche mit alten und neuen Bekannten. Am Ende konnte ich mich über 40 Runden (34 Kilometer freuen) und habe damit für die Krebsforschung EUR 300,- (Rundenergebnis und persönliche Spende) erworben.

Es würde mich freuen, wenn die Initiative Krebsforschung auch im nächsten Jahr wieder diesen Lauf organisiert.

4. Oktober 2012

Planung 4tes Quartal 2012

Herbst - eine perfekte Zeit für mich zum Laufen. Die Temperaturen sind mit unter 20 Grad meist sehr angenehm und das Wetter ist in Wien auch hinreichend beständig. Zeit die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und neue Ziele für das angebrochene Quartal zu setzen.

Ambitionierte Ziele - gemessenen an meinem bisherigen Leistungsniveau - hatte ich mir Anfang des Jahres gesteckt. Zu dieser Jahreszeit - in Unternehmen die Zeit der Forecasts und Budgetplanung - eine der letzten Gelegenheiten die gesteckten Ziele ein letztes Mal einem Realitätscheck zu unterziehen.


Ende September habe ich mir 2,529.4 Kilometer erlaufen. Im Vorjahren waren es zur selben Zeit 1,941.3 Kilometer. Eine Steigerung um 588,1 Kilometer oder 30 Prozent. Durch die entspannten Sommermonate zur Regeneration ist der Trend zwar leicht rückläufig, geht jedoch noch immer in eine für mich wünschenswerte Richtung.

Auf der Distanzebene stehe ich kurz davor das Vorjahresergebnis von 2,660 Kilometer zu übertreffen. Dies sollte jedenfalls bis Jahresende zu schaffen sein. Als Jahresziel habe ich mir den Zielbereich von 3,500 - 4,500 Kilometer gesetzt. Im dritten Quartal habe ich die Obergrenze revidiert und neu mit 4,000 Kilometer festgelegt. Darauf fehlen zur Zeit noch rund 970 - 1,470 Kilometer. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich exakt drei Monate Zeit. Ist das noch realistisch?

Dazu macht es Sinn die Vorquartale als Anhaltspunkt heranzuziehen. So habe ich, seit ich Buch über meine Entwicklung führe, durchschnittlich  730 Kilometer pro Quartal zurückgelegt. Am meisten bin ich bisher im 2ten Quartal 2012 gelaufen - 967 Kilometer. Wenn ich das zweite Quartal 2012 als repräsentativ annehme, scheint das Ziel für 2012 im Bereich des realistischen. Ergo: Werde ich das Ziel beibehalten.

Könnte es auch noch mehr werden? Bisher habe ich in keinem Quartal mehr als 1.000 Kilometer erlaufen. Dementsprechend will ich das 4te Quartal nutzen, um diese Grenze zu überschreiten. Das 4te Quartal hat insgesamt 92 Tage. Umgerechnet auf Tagesportionen bedeutet dies, pro Tag rund 11 Kilometer zu laufen.


Was jetzt noch zu tun bleibt am Weg zum Ziel - ist laufen, laufen und nochmal laufen.

15. September 2012

Marathon No. 7: 6-Stunden-Lauf München

Der Sommer hat sich verabschiedet und der Herbst ist wiedergekehrt. Genau ein Jahr nach meinem zweiten Marathon in der Wachau, hatte ich  die Idee an einem weiteren 6-Stunden-Lauf teilzunehmen. Diesmal in München.

Christian Soschner
Nach drei Stunden
Ziel war es wie ein Formel 1 Rennfahrer 6 Stunden lang auf einer 1 Kilometer langen Runde zu laufen. Noch zu Jahresbeginn war es für mich schwer vorstellbar soetwas zu tun. Nachdem nunmehr dreimaligen Erlebnis, ist diese Art von Läufen genauso leicht oder herausfordernd wie die selbe Distanz geradeaus zu laufen. Nur etwas anders.

Eine Strecke wie der Wachaumarathon hat den Charme der Abwechslung. Nach jeder Kurve warten neue Eindrücke und Erlebnisse - ein neues Panorama, neue Menschen, ein neuer Streckenabschnitt. Rundenläufe haben den Vorteil der Planbarkeit und geben damit  Sicherheit. Nach jeder Runde kommt die nächste - die genauso strukturiert ist wie die Runde zuvor.

Christian Soschner
Nach 6 Stunden
Damit fallen Boxenstop-Planungen wie Essen,Trinken oder Schuhwechsel leicht. Man kennt die Länge der Strecke, Hindernisse am Weg, die Läufer auf der Strecke und die Reaktionen des eigenen Körpers. Fragen wie: Soll ich bei dieser Versorgungsstation mehr oder weniger trinken oder bis zur nächsten warten, stellen sich bei dieser Art von Läufen nicht. Eine Fehlentscheidung bei Versorgungsfragen kann in einem Kilometer (oder 7-15 Minuten) wieder geändert werden.

Nach 6 Stunden konnte ich mich über eine gelaufene Distanz von 52,3 Kilometer freuen, ein Viertelmarathon mehr als die Marathondistanz. Damit wieder eine persönliche Bestleistung. Sehr beeindruckend waren  die Leistungen der Spitzenläufer. So schaffte es der Sieger in 6 Stunden eine Strecke von rund 78 Kilometern zurückzulegen.

Damit war mein Laufjahr 2012 bisher für mich sehr erfolgreich. Viermal Halbmarathon, Wienmarathon, drei Sechs-Stunden-Läufe und ein 54 Kilometerlauf. Dabei persönliche Rekorde auf der Marathondistanz und bei den 6 Stundenläufen. Schlussendlich ist die Verbesserung der persönlichen Leistung für mich das einzig Wichtige.